Linux Mint 20 ‘Ulyana’ upgraden: Schritt für Schritt-Anleitung

13. Juli 2020

Linux Mint 20 ‘Ulyana’ ist jetzt live und man kann seine Linux Mint Installation upgraden. Im folgenden kommt eine Schritt für Schritt-Anleitung, wie man dabei vorgeht. Es sein jedoch auch darauf hingewiesen, dass es Sinn machen kann, noch ein wenig damit zu warten, da es beim Upgraden oder auch danach noch durchaus zu einigen Problemen kommen kann, die mitunter auch sehr nervig werden können.

1. Linux Mint 20 Upgrade: Vorbereitung

1.1. Snapshot erstellen

Zuerst sollte man natürlich mit Timeshift einen Snapshot seiner Installation erstellen, um notfalls wieder darauf downgraden zu können. Das kann jedoch auch schiefgehen, aber darauf gehe ich weiter unten noch gesondert ein. Für das Erstellen des Snapshots öffnet man einfach das Menü, gibt in der Suche Timeshift ein und klickt dann auf “create”. 

1.2. 3rd pary packages entfernen

Im nächsten Schritt sollte man 3rd party packages purgen. Dafür geht man auf Menü > Administration > Software Sources. Dann öffnet man ‘Additional repositories’ und deaktiviert sie. Danach sollte man den APT Cache refreshen.

1.3. Downgrade foreign packages

Jetzt sollte man noch ‘Downgrade Foreign packages’ durchführen, was im Menü der Software Souces zu sehen ist und folgendermaßen gemacht wird:

Menü > Administration > Software Sources > Downgrade foreign packages

Im Anschluss daran, solltest du am besten gleich nochmal einen Snapshot erstellen. 

2. Linux Mint 20 Upgrade: Durchführung

Als erstes muss man das Upgrade-Tool installieren: 

apt install minutupgrade

Dann sollte man das Upgrade simulieren mit dem Befehl: 

mintupgrade check

Dann folgt man einfach den Anweisungen, die das Upgrade-Tool vorgibt. 

Jetzt muss noch einiges heruntergeladen werden: 

mintupgrade download

Sind alle packages heruntergeladen, kann man das Upgrade ausführen: 

mintupgrade upgrade

Wenn das Upgrade abgeschlossen ist und man vorher nicht die fremden packages bearbeitet hat, muss man es die fremden packages downgraden. Das haben wir ja oben schon erwähnt und get über Menü > Administration > Software Sources. Außerdem sollte man – wie bereits erwähnt – evtl. noch vorhandene fremde packages löschen. 

3. Linux Mint Upgrade: Frühere Version wieder herstellen

Wenn etwas schiefgelaufen ist oder einem die neue Version nicht gefällt, kann man auf die vorher erstellten Snapshots zurückgreifen. Dabei ist es wichtig, dass man wartet, bis das Fenster mit dem Disclaimer auch wirklich angezeigt wird. Klickt man auf ‘next’ bevor es geladen ist, kann es Probleme geben. In diesem Fall solltest du einen Neustart machen und den Snapshot erneut wiederherstellen. 


Linux Mint 20 ‘Ulyana’: Diese neuen Features werden kommen

12. Juni 2020

Linux Mint ist nach Ubuntu eines der beliebtesten Linux Betriebssysteme überhaupt. So ist es einerseits sehr einsteiger-freundlich und darüber hinaus ist es auch ein sehr zuverlässiges Betriebssystem, das kaum Probleme macht. Die neueste Version Linux Mint 20 ‘Ulyana’ wird bald ausgerollt werden, weshalb wir hier auf die neuen Features besprechen möchten.

‘Ulyana’ wird auf die aktuelle Version von Ubuntu, nämlich Ubuntu 20.4 LTS aufbauen. Hier nun die wichtigsten Neuerungen, die enthalten sein werden:

Snap wird raus geworfen

Bislang konnte man sich den Package Manager Snap in Linux Mint installieren und für die Installation von Programmen nutzen. Snap wurde von dem kommerziellen Unternehmen Canonical entwickelt, welches auch Ubuntu Linux entwickelt hat. Der große Vorteil von Snap ist, dass man als Nutzer nicht mehr in der ‘dependency hell’ landen konnte, da immer gleich alles in einem Paket geliefert wird. Für Developer ist der Vorteil, dass sie nicht mehr für jede Linux-Distro eine eigene Version ihres Programmes erstellen mussten, sondern nur noch eine Version, die sich dann einfach auf die verschiedenen Distros verteilen ließ.

Wie nun kürzlich vom Mint Team erklärt wurde, ist das Snap-Package von Chromium leer. Stattdessen installiert es – ohne den User zu fragen – Snap. Zudem läuft es als Root. Vor diesem Hintergrund hat Mint entschieden, Snap in Zukunft zu blockieren. Dass es sich hinter dem Rücken des Users von selbst installiert, wird nicht mehr möglich sein. Außerdem wird APT die Installation von Snap bzw. Snapd nicht mehr einfach so zulassen.

Performance-Optimierung von Nemo

Der Dateimanager Nemo wird ein wenig optimiert werden. Bislang konnte es beim Laden der thumbnails zu Verzögerungen kommen, was die Performance negativ beeinflusst hat.  So werden in Zukunft erst einmal generische Icons für Dateien angezeigt werden, bis die Thumbnails geladen sind.

Einführung von Warpinator

Mit ‘Ulyana’ wird ein neues Tool namens Warpinator eingeführt. Das Tool ermöglicht es, innerhalb des lokalen Netzwerks Dateien einfach zu teilen. Darüber hinaus verschlüsselt das Tool die Kommunikation  innerhalb des Netzwerks.

Keine 32-bit Version mehr

Linux Mint 20 wird es nur noch als 64-bit Version geben. Die 32-bit Version fliegt raus.

Neue Farben für das Mint-Y Theme

Das vorinstallierte Mint-Y Theme bekommt zwei zusätzliche Farben: Pink und Aqua.

Weitere Features von Linux Mint 20 werden sein:

  • Linux Kernel 5.4
  • Verbesserter Multi-Monitor Support
  • Nutzung des Mittel-Click Buttons im Cinnamon Keyboard Applet
  • Anpassung der Monitor-Frequenz in den Einstellungen möglich
  • Fraktioniertes Skalieren wird möglich
  • Bessere Unterstützung von NVIDIA Optimus

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